Warum „Weiterfahren bis zur Werkstatt“ ein teurer Mythos ist
Beim Tanken reicht ein kurzer Moment der Unachtsamkeit. Die falsche Zapfpistole gegriffen, Benzin statt Diesel getankt oder Super statt Super Plus eingefüllt. Viele Autofahrer bemerken den Irrtum erst an der Zapfsäule, andere leider erst während der Fahrt. Genau dann entsteht oft der Gedanke: einfach weiterfahren bis zur Werkstatt. Doch dieser Rat ist einer der teuersten Mythen rund um Fehlbetankungen
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Falsch getankt beim Tanken an der Tankstelle
Eine Fehlbetankung passiert meist direkt beim Betanken an der Tankstelle. Benzin und Diesel werden verwechselt, E10 statt E5 getankt oder Super Plus statt Super eingefüllt. Besonders kritisch ist Benzin statt Diesel bei Dieselfahrzeugen, da Dieselkraftstoff eine wichtige Schmierfunktion übernimmt.
Auch beim Nachtanken aus Ersatz-Kanistern ist besondere Vorsicht geboten. Werden Kraftstoffe verwechselt oder falsch beschriftete Kanister genutzt, landet schnell der falsche Sprit im Tank. Dabei spielt die Menge des falschen Kraftstoffs eine entscheidende Rolle.
Motor starten oder anlassen: der entscheidende Fehler
Solange der Motor nicht gestartet wurde, befindet sich der falsche Kraftstoff zunächst nur im Tank. Viele Schäden lassen sich dann noch vermeiden. Problematisch wird es, wenn der Fahrer den Motor anlässt oder einfach weiterfährt.
Sobald der Motor läuft, gelangt der falsche Kraftstoff durch den Einfüllstutzen in das gesamte Kraftstoffsystem. Betroffen sind unter anderem:
Kraftstoffleitungen
Kraftstofffilter
Einspritzanlage
Hochdruckpumpe
Einspritzsystem und Einspritzsystems
Gerade moderne Direkteinspritzer reagieren extrem empfindlich. Schon geringe Mengen Benzin im Diesel können die Schmierung zerstören und Metallabrieb verursachen. Dieser verteilt sich im gesamten System und führt häufig zu Schäden am Kraftstoffsystem.
Benzin statt Diesel: je nach Motor und Menge besonders gefährlich
Bei Benzin statt Diesel getankt hängt das Risiko stark von Motor und Menge des falschen Kraftstoffs ab. Schon geringe Mengen können ausreichen, um teure Folgeschäden zu verursachen. Je nach Motor und Menge können innerhalb kurzer Zeit mehrere tausend Euro Kosten entstehen.
Besonders kritisch ist es, wenn das Fahrzeug randvoll mit dem falschen Kraftstoff aufgefüllt wurde. Wer irrtümlich eine komplette Tankfüllung mit Benzin in ein Dieselfahrzeug einfüllt und weiterfährt, riskiert massive Schäden an der Einspritzanlage und der Abgas-Nachbehandlung
Super, Super Plus, E10: nicht immer harmlos
Nicht jede Fehlbetankung führt sofort zum Motorschaden, aber auch hier gibt es Grenzen.
Super statt Super Plus getankt oder Super Plus statt Super getankt ist in vielen Fahrzeugen freigegeben, sofern laut Bedienungsanleitung erlaubt.
E10 getankt kann problematisch sein, wenn das Fahrzeug nicht grundsätzlich für E10 freigegeben ist.
Eine irrtümliche Tankfüllung mit E10 kann bei älteren Ottomotoren zu Schäden führen, insbesondere bei ungünstigem Ethanol-Mischungsverhältnis.
Wird randvoll mit E10 aufgefüllt und weitergefahren, kann dies zu Schäden an Dichtungen, Leitungen und dem Einspritzsystem führen. Fahrzeuge mit hoher Leistung oder empfindlicher Technik reagieren hier besonders sensibel.
Die richtige Lösung: Tank leer pumpen statt weiterfahren
Wer falsch getankt hat und den Irrtum bemerkt, sollte unverzüglich den Tank leer pumpen lassen. Das Abpumpen des Kraftstoffs vor Ort verhindert, dass der falsche Sprit in die Einspritzanlage gelangt.
Wichtig:
Motor nicht mehr starten
Zündung ausgeschaltet lassen
Auf Selbstversuche verzichten
Nicht auf das Abpumpen verzichten
Unser erfahrener Abpumpservice kann den falschen Kraftstoff sicher entfernen und die Kraftstoffleitungen spülen. Zögern Sie nicht, uns anzurufen. Wir sind 24 Stunden am Tag für Sie im Dienst.